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Projekte

SOKRATES und die Vermessung der Welt

Das Projekt SOKRATES stärkt naturwissenschaftlich-technisches Verständnis von Kindern und Jugendlichen und konzentriert sich darauf, besonders Kindern mit Migrationshintergrund einen Zugang zu FTI-Themen zu ermöglichen. Durch theaterpädagogische Workshops und Hands-on-Experimente sowie Exkursionen zu den beteiligten WissensträgerInnen (Unternehmen & FH Kärnten / Studiengang Geoinformation und Umwelttechnologien) wird den rund 150 involvierten SchülerInnen das grundlegende Handwerkzeug des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt: Interessierte Fragen an die Umwelt zu stellen, die geeignete Methode zu ermitteln, Antworten auf die Fragen zu erhalten und durch definiertes wissenschaftliches Beobachten des Sachverhalts (= Messen) zur Erkenntnis zu gelangen. Das Fragenstellen steht im Zentrum des Projekts, da es die Lernenden befähigt, sich selbst Lösungen zu erarbeiten – die Vermittlung von Problemlösungskompetenz ist zentraler Projektbestandteil. Durch den kreativen und innovativen Zugang zu Wissenschaft und Technik – vor allem durch den direkten Austausch auf Augenhöhe zwischen SchülerInnen und ForscherInnen (mit Migrationshintergrund) – wird das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen gestärkt, ihre eigenen Forschungsfragen zu entwickeln, zu stellen und Antworten zu finden.

 

SOKRATES-Projektaktivitäten

 

Workshopreihe für Oberstufenklassen

Im Rahmen des Projektes wurde eine Workshopreihe für OberstufenschülerInnen entwickelt. Die SchülerInnen setzten sich in drei aufeinander aufbauenden Workshops mit dem Thema des (wissenschaftlichen) Fragens und Forschens auseinander.

 

1. Workshop:
Wer war Sokrates, was ist ein Sokratischer Dialog und wofür steht die ihm zugeschriebene Technik des sokratischen Fragens? Interessiertes vs. zerstörerisches Fragen, Fragen und Machtverhältnisse, kritisches Fragen, Fragen als Voraussetzung für neue Erkenntnis, Fragen in Wissenschaft und Forschung, Fragentypen …
Methoden: Praktische Übungen, die Lust auf das Thema wecken und Selbstvertrauen vermitteln – inquiry-based-learning. Methoden aus dem non-formalen Lernen und der Theaterpädagogik (u. a. Vortrag eines Pseudoexperten).

 

2. Workshop:
Was ist Wissenschaft? Welche Bedeutung haben Objektivität und Subjektivität für wissenschaftliches Arbeiten? Welche Kriterien muss ein Experiment, eine Forschungstätigkeit erfüllen, um als wissenschaftlich zu gelten? Was sind Fakten/ Theorien/ Hypothesen/ Mythen …?
Methoden: Einstieg in den Workshop bildet das Video „Was ist Wissenschaft?“ (siehe Video-Spalte rechts), in dem ein Überblick über das Thema gegeben wird. In Gruppenarbeiten, Diskussionen, Reflexionen und bei Präsentationen setzen sich die SchülerInnen vertieft mit dem Thema auseinander. In Kleingruppen erarbeiten sie ein eigenes Forschungsdesign („Wie messe ich was?“) zu wissenschaftlichen Fragen und stellen Überlegungen zu Objektivität und Subjektivität ihres gewählten Ansatzes an.

 

3. Workshop:
Die SchülerInnen machen Exkursionen zu den beteiligten Projektpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft: FH Kärnten, Philips Austria Klagenfurt und Infineon Technologies Austria. Dort treffen sie ExpertInnen, die in ihrer täglichen Arbeit mit Fragen, Messen/wissenschaftlichem Beobachten befasst sind. Die SchülerInnen arbeiten in Kleingruppen an Fragen, die sie den ForscherInnen stellen möchten und interviewen sie anschließend vor der Kamera. Die Interview-Videos werden auf ScienceClip.at veröffentlicht (siehe Video-Spalte rechts). Außerdem erhalten sie Einblick in Forschungslabors bzw. Führungen durch die Produktionsabteilungen der Unternehmen.
Ziel: Reale Anwendung der zuvor kennengelernten Methode des kritischen wissenschaftlichen Fragens. SchülerInnen stellen den ExpertInnen selbstbewusst Fragen und trauen sich auch „nachzubohren“, wenn sie mit Antworten unzufrieden sind.
Methoden: Kritisches Fragestellen, Interviews, Diskussionsrunden, Reflexion, Exkursionen, Videoproduktion.

 

SOKRATES-Programm für PädagogInnen der Kindergärten und Volksschulen
In Abstimmung mit den Wünschen der beteiligten PädagogInnen wurde folgendes Programm für sie umgesetzt:

Workshops:
Die PädagogInnen nehmen im Projekt SOKRATES an naturwissenschaftlich-technischen bzw. didaktisch-methodischen Workshops teil. Dabei tauchen sie selbst in die Prinzipien des wissenschaftlichen Fragens und des technischen Themas Messen ein, um dies anschließend mithilfe ihrer didaktischen Expertise an die Kinder weitergeben zu können. Bei den Workshops spielt die Vernetzung zwischen InnovatorInnen aus Unternehmen bzw. aus der Wissenschaft und den PädagogInnen eine große Rolle.
Das Angebot für die Kinder und die SchülerInnen wird auf ihre Wünsche und Bedürfnisse angepasst. Die PädagogInnen implementieren die Inputs, die sie in den Workshops erhalten haben, selbst in ihren Bildungseinrichtungen, wobei sie jederzeit auf die Unterstützung der ProjektpartnerInnen bzw. der ExpertInnen zurückgreifen können.

Round-Tables mit ExpertInnen:
PädagogInnen treffen in informellem Rahmen auf ExpertInnen, die in der naturwissenschaftlich-technischen Forschung alltäglich mit den Themen Messen und wissenschaftliches Fragen beschäftigt sind. Sie können spezifische wissenschaftliche Vorgänge aus der Praxis kennenlernen und ihre eigenen Fragen entwickeln und stellen. Das stellt die Basis dar, um das Programm dann auch in die eigenen Bildungseinrichtungen zu tragen.

 

SOKRATES-Abschlussveranstaltung
Am 1. Juli 2016 fand die Abschlussveranstaltung des Projektes SOKRATES in Klagenfurt statt. Ein Fotoalbum und einen kurzen Bericht gibt es auf unserer Facebook-Seite.

 

Pressemitteilungen:

13.07.2016

04.05.2016

 

Unterrichtsmaterialien:

Workshopkonzepte

Präsentation

 

 

Dieses Projekt wird von der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) gefördert und durchgeführt von:

Fachhochschule Kärnten

OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik

GS gain&sustain OG

SchauspielerInnen Mag. Katharina Schmölzer & Kai Möller

Infineon Technologies Austria AG

 

Weitere Projektpartner:

Pädagogische Hochschule Kärnten
Mädchenzentrum Klagenfurt
Philips Klagenfurt

 

 

SchülerInnen erarbeiten sich mithilfe von theaterpädagogischen Workshops und direktem Austausch mit ForscherInnen die Kompetenz des wissenschaftlichen Fragens.